Rokushaku Bo

Der – eine traditionelle Waffe Japans – Kurzbeschreibung

Der ist ein etwa 180 cm langer Stock, der in vielen japanischen Kampfkünsten – besonders im Kobudō und im Bujinkan – eingesetzt wird. Er wirkt auf den ersten Blick schlicht, ist aber extrem vielseitig: Schläge, Stiche, Hebel, Würfe und Blocktechniken lassen sich damit ausführen. Durch seine Länge ermöglicht er sowohl Distanzkontrolle als auch kraftvolle, rotierende Bewegungen, die den gesamten Körper einbeziehen.

Historische Entwicklung – kompakt

  • Ursprünge in Alltagsgegenständen: Der Bō entwickelte sich aus einfachen Stöcken, die Bauern, Händler oder Mönche ohnehin mit sich führten – etwa als Tragehilfe oder Wanderstab.
  • Waffenverbote als Treiber: In verschiedenen Epochen Japans führten Waffenverbote dazu, dass einfache Werkzeuge zu effektiven Verteidigungswaffen weiterentwickelt wurden.
  • Formalisierung im Okinawa-Kobudō: Auf Okinawa entstand ein strukturiertes System von Bō-Techniken und Kata, das später großen Einfluss auf japanische Kampfkünste hatte.
  • Integration in moderne Budō-Systeme: Heute ist der Bō fester Bestandteil traditioneller Schulen wie dem Bujinkan, wo er nicht nur als Waffe, sondern auch als Trainingsmittel für Körpermechanik, Timing und Distanzgefühl dient.

Rokushaku Bō – Bedeutung

Der Rokushaku Bō ist die klassische Form des japanischen Langstocks. Der Name setzt sich zusammen aus:

  • roku = sechs
  • shaku = eine traditionelle japanische Längeneinheit (ca. 30,3 cm)
  • = Stock

Ein Rokushaku Bō ist also etwa 180 cm lang und entspricht genau dem Standard‑Bō, der in den meisten traditionellen Kampfkünsten verwendet wird – darunter Kobudō, Bujinkan Budō Taijutsu und verschiedene alte Schulen (Koryū).

Er zeichnet sich durch:

  • optimale Reichweite
  • gute Balance zwischen Kraft und Geschwindigkeit
  • vielseitige Einsatzmöglichkeiten (Schläge, Stiche, Hebel, Würfe, Blocktechniken)

aus und gilt als die „Grundwaffe“ vieler Budō‑Systeme.